Ganz so einfach wie gedacht war es dann doch nicht, den Film zurück in die Originalpatrone zu befördern. Es ging nur der halbe Film rein, dann gab es einen "Stau" und nichts ging mehr. Also musste die Filmpatrone gewaltsam geöffnet -sprich der Deckel abgehoben- werden. Dann konnte ich das Filmende am Wickeldorn festkleben, Deckel drauf und den Film in Ruhe (und vor allem im Dunkel ;) ) in die Dose ziehen. Das ganze habe ich dann noch mit lichtdichtem Aluminiumklebeband abgedichtet und fixiert.
Nun die nächste Frage: Wo sollte man den Film entwickeln lassen? Erste und günstigste Idee: Drogeriemarkt.
Gesagt getan: Film bei Rossmann eingetütet, Filmtüte mit "Bitte Negative nicht schneiden" versehen und ab in die Einwurfbox.* Nur drei Tage später war der Film entwickelt (!) und an einem Stück zurück. Leider hat das Fuji-Labor (der Tütenbeschriftung zufolge muss es irgendwo in den NL sein) keine Abzüge gemacht. Kann sein, dass sie es nicht konnte oder wollten, oder aber, nichts gemacht haben, weil ich kein Format angekreuzt hatte. Jedenfalls haben sie trotz Sonderwunsch ("Negative nicht zuschneiden"), nur die üblichen 2,55€ für die Entwicklung berecht - sehr fair, finde ich!
Soweit man das anhand der Negative beurteilen kann, sind die Bilder ganz gut geworden. Habe die Negative nun in einer anderen Rossmann-Filliale (diesmal im Rheinland) abgegeben, von wo aus sie ins Fujilabor nach Willich (Niederrhein) wandern sollen. Vielleicht bekommen sie die Abzüge hin und ich kann bald ein paar Aufnahmen präsentieren.
*Es empfiehlt sich immer, diesen Hinweis auf die Tüte zu schreiben, da die Entwicklungsmaschine sonst u.U. die Negative auf 24x36mm (zzgl. wenige mm Rand, vom ersten belichteten Bild aus gemessen) zuschneidet und damit unwillkührlich etliche 24x24mm Aufnahmen zerschneidet.